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Romano Püntener gewinnt in Brasilien

Romano Püntener siegt beim Junioren-Weltcup von Taubaté in Brasilien und nimmt mehr als ein gutes Resultat mit nach Hause.


Mountainbike. Aufgrund seines Unfalls im März verpasste LRV-Mountainbiker Romano Püntener zahlreiche Junioren-Weltcups und somit auch wichtige Punkte. Um nach einigen äusserst intensiven Trainingswochen Rennhärte zu holen, den Trainingsstand zu verifizieren und weiterhin eine optimale Ausgangslage für die Weltmeisterschaft von Ende August zu haben, fasste er einen Junioren-Weltcup in Übersee ins Auge.

Der Junioren-Weltcup in Brasilien erwies sich als optimal. Sao Paulo ist mit einem Direktflug von Zürich aus erreichbar, wodurch die Logistik am einfachsten war. Zudem konnte mit nur fünf Stunden Zeitverschiebung die Reisebelastung minimal gehalten werden. Das Rennen wurde rund 90 Minuten ausserhalb von Sao Paulo im rund 300 000 Einwohner zählenden Taubaté ausgetragen.


Perfekte Strecke, gut organisierter Event

Romano und sein Vater Martin wurden vom Rennveranstalter in Brasilien äusserst herzlich empfangen. Das Rennen war perfekt und auf dem Niveau von europäischen Rennen organisiert. Die Strecke in einem Naturpark von Taubaté gestaltete sich äusserst attraktiv und sehr modern – ähnlich wie die Olympiastrecke von 2016 in Rio. Der zur Copa Internacional de MTB gehörende Event war drei Tage lang – mit Shortrace, E-MTB-Rennen, Marathon, Handycapped-Race und Cross Country (inkl. Junioren-Weltcup).

Die Liechtensteiner kamen am Donnerstag in Sao Paulo an und fällten am Freitag den Entscheid, dass Püntener am als Werbeveranstaltung durchgeführten ShortRace teilnimmt, da der Jetlag nicht spürbar war. Im ShortRace startete er als Letzter, fühlte sich sehr gut und fuhr gleich auf Position 10 vor. Über die weitere Renndauer von gesamt rund 18 Minuten konnte er sich bis auf Position 2 vorfahren. Damit konnte er ein gutes Gefühl ins Hauptrennen vom Sonntag mitnehmen.


Gutes Training zahlte sich aus – Püntener siegt mit Vorsprung

Am Sonntag war die Spannung gross. Was würde Püntener erwarten? Die Gegner und die Sprache waren ihm unbekannt, ebenso das Publikum. Zudem war das Ziel von Beginn weg gegeben: der Sieg. Die Junioren starteten rund eine Minute nach der Elite. Romano Püntener startete gut und fuhr gleich an die Spitze, von wo er das Rennen aktiv gestaltete.

Es gelang ihm danach, den Abstand auf seine Verfolger kontinuierlich zu vergrössern und rasch im Feld der Elite Unterschlupf finden, wo er Platz um Platz nach vorne fuhr. Da der Vorsprung nach zwei von vier Runden bereits auf über 90 Sekunden angewachsen war, galt es auch das Risiko zu kalkulieren und ein konzentriertes Rennen zu fahren. Dennoch gelang es ihm in die Top 15 der Elite vorzufahren. So war er nach vier Runden mit rund drei Minuten Vorsprung auf seinen ersten Verfolger überglücklicher Sieger des Junioren-Weltcups und mit den wertvollen Punkten äusserst zufrieden. Dazu kam das Gefühl, dass das Training der letzten Wochen richtig war und die Form passt. Romano Püntener wird auf eine unvergessliche Zeit in Brasilien zurückblicken: «Wir wurden in Brasilien sofort sehr herzlich von allen empfangen und alle hatten Freude an mir als Europäer. Nebst einem super Rennen mit einem Sieg habe ich einen tollen Einblick in Brasilien und die Leute hier bekommen. Es war eine der tollsten Strecken, die ich bisher gefahren bin, und wie die Brasilianer die Sozialen Medien und das Fernsehen bei diesem Rennen eingebunden haben, war für mich äusserst eindrücklich.» lrv



Bei seinem ersten Rennen in Brasilien fuhr Romano Püntener gleich als Sieger ins Ziel.
Bei seinem ersten Rennen in Brasilien fuhr Romano Püntener gleich als Sieger ins Ziel.